Geschichte
Mit einem DG-Zuschuss von 400 Mk. erwarb Pfr. Schickele für einen Blendbogen in der gotischen Kirche St. Madeleine in Straßburg die Figurengruppe aus Holz. Laut Bericht der DG beim Gesuch um Zuschuss von der DG war von Pfarrer Schickele der Künstler Busch gewünscht, daher gab es keinen Anlass zu einem Wettbewerb. Beim Kirchenbrand ca. 1905 blieb diese Figurengruppe fast allein erhalten. Auf Buschs Anfrage teilte der Pfarrer am 25.8.1944 mit: "Es war in der Herz-Jesu-Kapelle, dem noch erhaltenen Teil der alten Magdalenenkirche aufgestellt und hat, wie die Kapelle selbst, keinen wesentlichen Schaden gelitten." Pfr. Schickele schrieb 1897: "Die hl. Monika ist das Werk des in München und ganz Deutschland rühmlichst bekannten Meisters G. Busch. Seine neuesten Schöpfungen haben überall die größte Anerkennung gefunden." ... St. Monika steht auf der Höhe dieser Leistungen, sie zeichnet sich aus durch Tiefe der Empfindung, durch Würde des Ausdrucks, sowie auch durch den überaus schönen Faltenwurf der Gewandung. ... Notre Sainte Monique a eté donné par Mme Augustin Cuny, nee Vasbender, Paroisienne de Saint Madeleine."
Literatur
Werkkartei; - Busch, G.: Liste zu Verlobungsalbum 1902; - Fotos NL: Album III/86-87 Vorarbeiten, III/143 Entwurf, III/145 u. VII/325 1. Fassung, III/144 2. Fassung, mit 1. Rahmen 146, VII/327, mit 2. Rahmen 147, VII/326; - Postkarte DG farbig 60/VI, schwarz-weiß 9/2, Bildchen farbig 10a/1a, schwarz-weiß 10/1; - DG-Jahresmappe 1901 Tafel VI, Commissionsverlag der GmbH; - Notiz von Karl Busch 1957; -. Straßburg, St. Magdalenenkirche. In: 3. Bericht der DG (1895-96), S. 23; - Schickele, M., Pfr.daselbst : Die Sanct Magdalenen Kirche in Straßborg. Straßburg 1897, Taf. XIII: , Taf. XIV, Text dazu S. 9; - Pecht, F.: Die Münchner Jahresausstellung im Glaspalast. In: Kunst für alle XIV (1898/99), S. 24; - (ohne Autor): Die neueste religiöse Kunst in Münchner Ausstellungen und Kirchen. In: Historische Politische Blätter CXXII (1898), LXXII, S. 818; - Die religiöse Kunst in den diesjährigen Ausstellungen. In: Evangelisches Gemeindeblatt 10 (1898), S. 144; - Spahn, M. In: Jahresmappe der DG 1901, Tafel VI, S. 18; - Herders Conversationslexikon Bd. I, Tafel I, 6 (1902), Bd. II Spalte 378 f. (1903); - Staatsankäufe auf der großen Berliner Kunstausstellung, Skulpturen. In: Die Kunst 5 (1902), S. 478; - Hertling, G. Frhr. v.: Weltgeschichte in Karakterbildern (Mainz 1902), S. 54, Abb. 26; - Egger, A.: Der hl. Augustin (Kösel 1904), Abb. S. 130; Doering, O.: Georg Busch. In: CK VIII/6 (1911/12), S. 148; - Hertling, Gg. Frhr. von: Die Bekenntnisse des hl. Augustinus. Buch 9, Kap. 10: Unterredung in Ostia. Freiburg: Herder, 1905, 7. Aufl. 1913: Titelbild „G. Busch sc.“ mit Blumenrahmen halbrund; - Doering, O.: Arte cristiana II/8 (15. 8. 1914), S. 228; - Ders.: In: Sonnenland (15. 9. 1914), S. 304; - Ders.: Georg Busch. München 1916, S. 59 f.; - Scheuber, J.: In: Der Gral 10/8 (1916), S. 402; - In: CK XIV (1917/18), S. 123. 2. Fassung. - Rothes, W.: Georg Busch. In KdV 50 (1923), S. 18, Abb. 12; - Velhagen u. Klasing (1926), Kunstblatt vor S. 1. Die Kath. Welt 40/8 (1928), S. 229; - Brief der Pfarrei 25.8.1944; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg 2013, Abb. 197.
Ikonographie
Augustinus (354-430) wurde durch das Gebet seiner Mutter Monika 386 zum Christentum bekehrt. Er war Lehrer in Rhetorik in Tagaste, Karthago, Rom und Mailand. 387 wurde er von Ambrolius getauft und war ab 395 Bischof von Hippo Regius in Nordafrika.