Geschichte
Vater Georg Busch d. Ä. wollte bei diesem Altarauftrag alle vier Söhne mitarbeiten lassen. Georg Busch d. J. schuf die Figuren des hl. Bartholomäus für die Evangelienseite des Altars und der hl. Agnes für die Epistelseite, möglicherweise auch einen hl. Aloisius. Die vier Reliefs für das Altar-Retabel entwarf und modellierte Busch mit den Motiven Geburt Christi, Anbetung der Weisen, Hochzeit von Kana und das Abendmahl. Bereits im Juli 1884 schickte Busch laut Rechnung von Gipsformator Georg Geiler München vier Gips-Reliefs mit genau den genannten Themen nach Groß-Steinheim. Laut Karl Busch schnitzte er das Relief Hochzeit von Kana selbst „in reich rosenumranktem Rahmen ‚Quodcumque dixerit vobis facite‘ sehr gut, sicher“. Die anderen drei Reliefs lieferte er als Modelle, die dann Bruder Jakob schnitzte. (Laut Karl Buschs Vergleich von Altarfotos verwendete Jakob Busch die Motive frei für weitere Aufträge.) Der Altar wurde Ende Dezember 1884 aufgestellt. 1952 wurde er durch einen neuen modernen Aufbau ersetzt (s. Oppenheimer Hefte 5, 1992, S. 6) - Es ist möglich, dass die Altarfiguren und Reliefs an anderer Stelle aufzufinden sind. Ein Sakristeischrank stammt noch aus der Werkstatt des Altarbauers Georg Busch d. Ä. (1823-1895).
Literatur
Werkkartei; - Busch, G. d. Ä. Briefe 15.5.1883 bis 28.5.1884. Exzerpiert in: Busch, K.: Georg Busch. Begonnener Roman, Manuskript, S. V/8-11; - Oppenheimer Hefte 5, 1992, S. 6; - Informationen von Klara Busch, Hanau-Steinheim, vom Diözesanarchiv Mainz und vom Pfarramt St. Bartholomäus, Oppenheim.
Ikonographie
Der hl. Bartholomäus war einer der zwölf Apostel Jesu. er missionierte im Mittleren Osten und in Indien. Seine Gebeine werden in Rom verehrt, seine Hirnschale in Frankfurt a.M. - Er wird mit Buch und Messer dargestellt, denn er starb den Märtyrertod in Armenien. Die hl. Agnes aus einer römischen christlichen Familie starb für ihren Glauben als junges Mädchen. Wegen ihrer Reinheit wird sie mit einem Lamm abgebildet und wegen ihres Martyriums mit einem Palmzweig..