Geschichte
Für dieses Grabmal schlug Busch eine Replik vom Grabmal Mahler in Antdorf 1915 vor. Der Wunsch war jedoch, statt Laterne ein Porträt von E. Gnauck-Kühne anzubringen. - 1984 sollte das Grabmal abtransportiert werden. Ingenieur Klaus Breitkopf rettete das Grabmal, weil er um die Bedeutung von Elisabeth Gnauck-Kühne wusste. Es wurde restauriert und 1995 anlässlich der hundertjährigen Wiederkehr des epochemachenden Vortrags über „Die soziale Lage der Frau“ außen an der Kirchenapsis von St.Josef wieder errichtet mit einem neuen Porträtrelief, denn das von Busch war verschollen.
Literatur
Werkkorrespondenz; - Lehrbuch über “Das soziale Gemeinschaftsleben im Deutschen Reich” (Erstausgabe 1917); - Prégardier, E. und Böhm, I. (Hg.): Elisabeth Gnauck-Kühne (1850 – 1917), S. 10 f., Annweiler 1997; - Fabricius, B./ Hansen, U.: Wir stehen auf ihren Schultern. In: Prégardier/Böhm (Hg.): Elisabeth Gnauck-Kühne, Annweiler, 1997; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 119, Abb. 217; - Sobel, A.: Die vergessene Frau, die für die Frauen kämpfte. In: Christ in der Gegenwart, Herder Freiburg Nr. 15/2017, S. 167.
Ikonographie
Elisabeth Gnauck-Kühne (2.1.1850 -12.4.1917) setzte sich für die Rechte der Frauen ein. “Die soziale Lage der Frau“ war ein epochemachender Vortrag 1895 auf dem 6. Evangelisch-Sozialen Kongress in Erfurt, in dem sie das Recht der Frauen auf Arbeit, Bildung und Selbstorganisation forderte. 1900 konvertierte sie zum Katholizismus. Ab 1903 hatte sie enge Kontakte zum Katholischen Frauenbund, der sie als seine "Programmatikerin" verstand. 1904 veröffentlichte sie ihr Hauptwerk: "Die deutsche Frau um die Jahrhundertwende". Sie plädierte für das Drei-Phasen-Modell mit Erwerbsleben vor und nach einer Mutterzeit und forderte die Berufsausbildung für Mädchen.