Geschichte
Der Dichter Martin Greif saß Ende 1893 Modell auf Wunsch von Busch. Im Dez. 1893 schrieb Greif an Busch: „Hier möchte ich aber Ihnen noch versichern, dass ich in Ihrem Atelier nur schöne Stunden verbracht habe, was ich immer in der Erinnerung behalten werde. Möge sich, wenn dieser Rausch des Naturalismus einmal vorüber und meine Muse wieder mehr zu Ehren kommt, eine gediegene Ausführung der Büste würdige Verwendung für dieselbe finden.“ Busch schuf eine Halbfigur von Martin Greif. Einen bronzierten Gipsabguss einer Büste, dem oberen Teil der Halbfigur auf einem Sockel, bekam der Porträtierte. (vgl. Halbfigur Martin Greif). - Greifs Nachlass ging an seine Geburtsstadt Speyer. Die Büste ist in der Martin-Greif-Stube über dem Museum SchPIRA in der Inneren Pfaffengasse 22 ausgestellt als Leihgabe vom "Kulturellen Erbe der Stadt Speyer" im Historischen Museum der Pfalz Inv.-Nr. HM-0-5545, - Die Halbfigur blieb im Busch-Haus in München-Neuhausen.
Literatur
Werkkartei; - Foto NL: V/80-83, VII 511; - H. W.: In: Die Kunst für alle 15/4 (15. 11. 1899), S. 84; - Busch, G.: Selbstbiographie. In: Zils, W. (Hg.): Geistiges und kulturelles München in Selbstbiographien. München, 1913, S. 46; - Doering, O.: Georg Busch München, 1916, S. 78, Abb. 76; - Scheuber, J. in: Der Gral 10/8 (5. 1916), S. 399; - Gotzes, Aug.: Porträtbüste Martin Greif. In: Düsseldorfer Nachrichten (14. 4. 1944).
Ikonographie
Friedrich Hermann Frey (1839-1911) aus Speyer zog mit den Eltern nach München. Er trat nach dem Abitur ins Militär ein, um Offizier zu werden. Ab 1867 war er freier Schriftsteller in Wien, ab 1880 in München. Ab 1882 nannte er sich Martin Greif. In Zangberg-Palmberg bei Mühldorf wurde er beerdigt.