Geschichte
Deutsche Vinzentinerinnen eröffneten 1920 in Tafers ein Kloster, wo Schwestern bis 2004 ein Internat führten. Busch war seit 1886 Mitglied der Vinzenz-Bruderschaft, vielleicht kam daher der Auftrag. Pater Gabriel Vollmar, OSB, geistlicher Leiter der Vinzentinerinnen in Tafers, bestellte für Kapelle einen Herz-Jesu-Altar mit den Ordensgründern sowie eine Replik der "Schutzmantelmadonna" von 1916 [S6b4] und des hl. Aloisius am Betstuhl [S6d) sowie weitere Werke für das Haus, ein "Wohnzimmerkreuz" [S6a2], sowie Repliken von Mater Amabilis 1913 [S6b3], Immaculata 1918 [S6b4] und Betendes Mädchen [P3]. Alle Werke sind mit der Jahreszahl 1919 signiert bis auf die mit dem Jahr 1920 signierte Schutzmantelmadonna. - Verbleib: Nur die beiden Gründerfiguren des Vinzenz von Paul und der Louise de Marillac vom Altar und das „Wohnzimmerkreuz“ nahmen die Vinzentinerinnen 2007 mit in ihr Provinzialat in Köln. Die anderen Werke wurden verkauft und zum Teil weiterverkauft: In Privatbesitz in Tafers befindet sich die "Schutzmantelmadonna". Die Krone war schon in der Kapelle durch einen Reif ersetzt; ob von Busch so geliefert, ist unklar. Die Figur des hl. Aloisius am Betstuhl ist seit 2011 in Benediktbeuern. Eine nur lasierte Figur der Immaculata kam 2011 in die Pfarrkirche St. Martin in Tafers, wo schon seit 1922 eine Weihnachtskrippe von Georg Busch geschätzt wird. Die thronende Herz-Jesu-Figur, mit den zwei Engeln vom Altar ist durch Weiterverkauf an den Handel verschollen, auch der Tabernakel [s. S3a Berlin 1917] sowie eine Replik vom Betenden Mädchen. Die Statue Mater Amabilis verschenkte der Auftraggeber (i.A.) P. Vollmar OSB schon 1920 an Prof. Lambert in CH Fribourg.
Literatur
Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Fotos NL: Album I/83-86, VII/120; - Fotos vom EOM: Modelle von Vinzenz von Paul und von Louise de Marillac; - Staudhamer, S.: Arbeiten von Georg Busch. In: CK XVII (1920/21), Beilage S. 12 f.; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, Abb. 20, 130, 140, 150, 186.