Geschichte
Für das Canisius-Denkmal in Nymwegen war ein privater Wettbewerb ausgeschrieben. Busch wurde gefragt, daran teilzunehmen, weil er das Augsburger Canisius-Denkmal geschaffen hatte. Er schuf drei verschiedene Entwürfe, wovon zwei abgebildet sind. Zwei verschiedenartige Sockel mit Reliefs von Canisius´ Tätigkeiten auf je drei Seiten sind im Familienbesitz erhalten. Außerdem ist im Nachlass ein Foto des Entwurfs einer Canisius-Statue auf einem Sockel erhalten, die möglicherweise als Alternative für die Statue auf dem Denkmal galt. Sie ist in der Haltung wie der hl. Canisius am Denkmal im Augsburger Dom 1897, doch später geschaffen und hier mit Schärpe.
Literatur
Fotos NL: Album V/58-60.
Ikonographie
Petrus Canisius SJ, geb. 1521 in Nymwegen, gest. 1597 in Fribourg/Schweiz, stud. phil. und theol. in Köln, als Jesuit 1546 zum Priester geweiht, war 1547-49 Konzilsberater in Trient und Mitarbeiter des hl. Ignatius, lehrte ab 1549 Theologie in Ingolstadt, war Hofprediger in Wien ab 1552, stand der oberdeutschen SJ-Provinz vor, war päpstlicher Nuntius, 1559 bis 1566 Domprediger in Augsburg, lehrte in Straßburg, München, Dillingen, reformierte das Schulwesen, verfasste einen Katechismus, den lange und weit verbreiteten "Canisi", war 1571-1577 Hofprediger Kaiser Ferdinands II., gründete eine Reihe von Jesuiten-Kollegien und bekämpfte den Kalvinismus in der Schweiz.