Salve Regina, Säulchen

Verschollen
Grunddaten
Jahr:
1902
Ort:
München-Nymphenburg
Örtlichkeit:
Privatbesitz
Art:
Relief
Maße:
Relief ~35 x 25
Abkürzung:
S6b3
Darstellung

Salve Regina, Säulchen

Beschreibung
Eine Kniebank steht vor einer viereckigen Säule, die oben das polychrom gefasste Relief trägt. Über der angedeuteten Krone im Nimbus von Maria steht ein Schriftband: „Salve Regina Mater Amata“ (Sei gegrüßt, o Königin, geliebte Mutter). Maria ist als Halbfigur im Relief abgebildet, mit ihrer Linken hält sie das auf dem waagrechten Abschluss stehende segnende Jesuskind, ihre Rechte liegt an seinen Füßen.
Material
Holz
Wissenschaftliche Angaben
Geschichte
Der Auftrag des Mariensäulchens mit einer Kniebank davor war ein Kommunionandenken für Prinzessin Pilar von Bayern. Auf der Rechnung des Schreinermeisters Jos. Schmid vom Dezember 1902 ist die Bildsäule von Eichenholz aufgeführt, in die das Relief von Busch eingefügt wurde. Das Relief schnitzte Busch 1903/04 wiederholt mittig in seinem Schreibtisch. Verschiedene Rahmenformen an Salve-Regina-Reliefs aus Gips zeigen an, dass das Motiv mehrfach wiederholt wurde. Am 11. August 1904 wurden Reliefs zum Transport verpackt.
Literatur
Werkkartei; - Schreinermeister Jos. Schmid: Rechnung vom Dez. 1902; - Foto NL: Album III 23 und 185; - Foto NL: Album III/22 Terrakotta; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 79, Abb. 142, S. 123, Abb. 228.
Werkzusammenhang
Repliken
1903: Salve-Regina-Relief am Schreibtisch. - München, Privatbesitz. Busch entwarf 1903 Möbel für das eigene Heim und schnitzte die figürlichen Teile daran. An den Schreibtisch kam mittig das Relief Salve Regina Mater Amata in Holz natur. Eine weitere ungefasste Replik des Reliefs aus Holz mit ungeschnitztem glattem Rahmen befindet sich bei Nachkommen Buschs.
Abgüsse
1904 oder/und ab 1920: Salve Regina. Kleinkunst. - Gips, weiß oder polychrom gefasst, Terrakotta. - Für polychromierten Gips und Hartguss modellierte Busch um das vorhandene Relief Salve Regina von 1902 einen Rahmen. 4 Es ist ein weißes Gipsmodell erhalten mit renaissanceartig empfundenem Rahmen und Konsole mit einem Engelskopf. Das polychrom gefasste Motiv mit einem barock empfundenem Rahmen und Konsole mit drei Engelsköpfen entstand etwa 1924 zum Verkauf als Kleinkunst. Der Rahmen besteht jeweils aus seitlichen Säulchen, die oben halbrund mit einer Zierleiste verbunden sind. An der Spitze ist beim barocken Rahmen ein kleiner Auszug gestaltet für ein Loch zum Aufhängen.
Weitere Details
Fassung:
Relief gefasst
Fotograph:
vom Nachlass Busch
Geo:
München-Nymphenburg, Schloss-Rondell
Bild
Salve Regina, Säulchen
Standort
Koordinaten: 48.1597853, 11.5079336