Geschichte
Georg Lang aus Oberammergau war eine Zeit lang Mitarbeiter von Georg Busch in München. Busch entwarf das Kruzifix, welches Georg Lang überlebensgroß ausführte. Das Kruzifix war bestimmt für den Pavillon für christliche Kunst auf der Weltausstellung in Paris 1937. Wegen der politischen Verhältnisse soll es nicht dorthin gelangt sein. Pfarrer Wäschle von St. Maria in Göppingen sah das Kruzifix in Oberammergau nach dem Krieg und kaufte es für seine Pfarrei, wo das Kruzifix bis 2006 in der Mitte des Chorraums der gotischen Kirche stand. Der Corpus wurde restauriert und hängt nun in der Kirche St. Maria in in Göppingen.
Literatur
Sch. In: Kleine Kunstwanderung in der österlichen Zeit. In: Göppinger Kreisnachrichten (9. 4. 1955), S. 23; - Rettenmayr, I.: Brief i.A. v. Pfr. Burr (5. 12. 2006).
Ikonographie
Das Kruzifix drückt laut Interpretation von Prarrer Burr aus: „Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit." Diese Christus-Darstellung bedeutete für die vielen Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg in Göppingen Trost und Hoffnung. (Diese Übersetzung von "Christus vincit, Christus regnat" stammt von einem Großneffen Buschs, des Mainzer Domkapitulars Prälat Josef Seuffert, geb. 1926 in Großsteinheim, Mitglied der Liedkommission zum Einheitsgesangbuch 1973.)