Geschichte
Anlässlich seiner Seligsprechung (15.6.1930) erhielt Busch den Auftrag für eine silberne Statue in der Gnadenkapelle Altötting als Pendant zu der Silberfigur des Kurprinzen Maximilian von 1737. (Der „Silberprinz“ von Wilhelm de Groff ist eine Darstellung des 10-jährigen Kronprinzen, des späteren Max III. Joseph, aus Silber. Die Figur wurde 1737 von dessen Vater, dem Kurfürsten Karl Albrecht gestiftet. Busch nannte das Jahr 1742 für die Silberfigur.) Busch arbeitete im Oktober 1931 am Modell. Im Brief vom 3.10.1931 an Probst Steimann, Gaukirche Paderborn, schrieb Busch: "Diese Arbeit ist sehr ehrenvoll, weil sie zunächst der Mutter Gottes in Altötting zu stehen kommt, weil sie einem erstklassigen Kunstwerk gegenüber stehen soll und weil sie von vielen Tausenden jährlich besichtigt wird, auf die sie den rechten religiösen Eindruck machen soll. Ich habe mich also mit meiner Arbeit diesem Platze würdig zu erweisen. Das verlangt volle Hingabe an sie. In etwa 3 - 4 Wochen hoffe ich mit dem Modell fertig zu sein." Im Dezember kam die in Silber gegossene Statue zur Aufstellung. Sie wurde laut Münchner Zeitung aus dem Altsilber gegossen, das von den Spenden zum Reliquienschrein seinerzeit übrig geblieben war. Die Erzgießerei Brandstetter besorgte den Guss mit 60 kg Silber. Das Modell kam nach der Gedächtnisausstellung in Benediktbeuern im November 2012 vom Familienbesitz in den Besitz der Bildhauerfamilie-Busch-Platz-Stiftung, Hanau-Steinheim. Eine Abbildung der Figur war auf allen Veröffentlchungen zum Bruder-Konrad-Jahr 2014 im Bistum Passau als Logo zu sehen.
Literatur
Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Foto NL: III/253-262; - Busch, G.: Frief an Probst Steimann, Gaukirche Paderborn, vom 3. 10.1931; - Postkarte Vlg. M. Busch, München; - Münchner Künstler arbeitet für Altötting. In: Münchner Zeitung (4. 1. 1932); - Busch, K.: Die Figur des seligen Bruder Konrad in der Altöttinger Gnadenkapelle. In: Sonntagsblatt f. d. Katholische Familie 58/7 (17. 2. 1932), S. 5f. m. Bildbeilage; - Eine Bruder Konrad Statue in der Gnadenkapelle. In: Bayer. Kurier (6. 1. 1932); Struth, H. In: Feuereiter 10/20 (14. 5. 1934), Die Katholische Welt 46/8 (1934), S. 232 m. Abb.; - Bayer. Kurier 78/255 (12. 9. 1934), S. 10 m. Abb.; - Münchner Tagblatt 59/123 (3. 5. 1935), S. 4; - Der Katholik 10 (7. 3. 1937), S. 7; - Bauer, R.: Bayerische Wallfahrt Altötting, Regensburg Schnell & Steiner 1998, S. 27; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 88, Abb. 2 u. 158; - Anonymus: Bildhauer Georg Busch, Förderer christlicher Kunst. In: Altöttinger Liebfrauenbote, Sept. 2013 Ausgabe 35: Bischöfliches Seelsorgeamt Passau (Hrsg.): Wie Gott will. Passau 2014, S. 1-2; - Busch-Hofer, R.: Ein Kunstwerk für die Ewigkeit. Passauer Bistumsblatt Nr 32/33, 10.8.2014, S. 19 mit Abb., - Dies.: Derselbe Artikel in der Homepage des Bistums Passau zum Bruder-Konrad-Jahr 2014.
Ikonographie
Johannes Birnsteiner aus Parzham bei (Bad) Griesbach (1818-1894) diente als Bruder Konrad an der Pforte des Kapuzinerklosters in Altötting. Jeden Morgen betete Bruder Konrad in der Gnadenkapelle.