Grabmal (Gekreuzigter)

Erhalten
Grunddaten
Jahr:
1927
Ort:
Dortmund
Örtlichkeit:
Ostfriedhof A-12-39/42 Grab Emil Tilmann
Art:
Grabmal
Abkürzung:
S7a1
Darstellung

Grabmal (Gekreuzigter)

Beschreibung
Das Grabmal wurde wegen dem geschwungenen Abschluss mit seitlicher Schnecke 1926 vom Friedhofsamt als nicht modern genug empfunden, jedoch trotzdem genehmigt. Im Bogen über dem im Stein flach ausgearbeiteten Kreuz steht die Bibelstelle "Selig sind die im Herrn sterben". Die Inschrift war vergoldet. Der Bronzeguss des Corpus war an mehreren Grabmälern angebracht. 2013 stand das Grabmal unter Denkmalschutz, aber der Corpus war nicht mehr vorhanden. Der Grabstein zeigte die grünen Spuren des fehlenden Bronze-Corpus. Im September 2014 brachte Buschs Enkelin Roswitha den Corpus vom aufgelassenen Grabmal Burggraf, München-Westfriedhof, für das Dortmunder Grab mit der Bitte um Renovierung des Grabmals. Dieses wurde gereinigt, die Schrift wird wieder lesbar gemacht und der Corpus montiert.
Material
Stein, Bronze-Corpus fehlt 2013
Wissenschaftliche Angaben
Geschichte
Zehn Jahre nach dem Tod von Emil Tilmann wurde das Grabmal aufgestellt, gleichzeitig mit dem von Tochter Paulas Mann Prof. Dr. Aloys Meister in Münster [s. S7a]. Das Grabmal für Emil Tilmann wurde aus blauem Muschelkalk (oder grauem Jura-Marmor) nach Zeichnung von Busch von Eder & Grohmann, Steinindustrie, München, angefertigt und dreiseitig fein geschliffen. Im Jahr 2007 wurde das Grabmal als "monumentales Grabdenkmal" dauerhaft denkmalgeschützt. 2013 fehlte der bronzene Corpus des gekreuzigten Jesus. Ein gleicher vom 2013 aufgelassenen Grabmal Burggraf München [s. Abb. 231 in der Monografie 2013] wurde von Roswitha Busch-Hofer im September 2014 für das denkmalgeschützte Grabmal nach Dortmund gebracht. Dieses wurde mithilfe der Sparkassenstiftung restauriert und mit dem bronzenen Corpus ergänzt.
Literatur
Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg 2013, Abb. 231.
Ikonographie
Der königliche Bergrat, Bergwerksdirektor Emil Tilmann, DG-Mitglied schon 1901, war der Bruder von Gustav Tilmann in Arnsberg [s. S7a] und Schwiegervater von Prof. Dr. Aloys Meister, der mit anderen 1892 die Gründung der DG vorbereitete (s. Monografie 2013, S. 151 Anm. 9).
Werkzusammenhang
Abgüsse
Am Grabmal war ein Bronzeguss von dem Corpus, welcher erstmals 1920 für den Kriegergedächtnisaltar in München-Neuhausen geschaffen wurde. 2014 ist er außerdem noch an den Grabmalen für Franz Matt und Ernst Weinschenk in München erhalten.
Weitere Details
Fotograph:
Friedhofsverwaltung Dortmund
Geo:
Dortmund Ostfriedhof
Bild
Grabmal (Gekreuzigter)
Standort
Koordinaten: 51.5096108, 7.4919171