Geschichte
Georg Busch schuf für die rechte Seitenapsis in der gotischen Stiftskirche St. Cyriakus einen Josef-Altar. Der östliche Teil der Kirche ist noch romanisch. In die Apsis passte Busch einen halbrunden Altar mit Retabel ein. Probst Steimann der Gaukirche zu Paderborn war bei seiner Anfrage für eine Herz-Jesu-Statue bei Busch von der allgemeinen Bewunderung des Josef-Altars in Geseke angeregt: „Schade, dass die Arbeit nicht gleichzeitig mit dem herrlichen Hl. Josef Altar in Geseke, der von allen, die ihn sehen, bewundert wird, bestellt werden konnte. Ich weiß nicht, ob ein so gefeierter Künstler eine so kleine Arbeit übernimmt.“ Das gesamte Retabel vom Josef-Altar wurde entfernt. Die Figurengruppe Josef mit Jesusknabe, der Scheintabernakel mit dem Kruzifix und der rotmarmorne Altartisch darunter blieben erhalten, ebenso die nun einzeln an der runden Apsiswand hängenden Reliefs, leider ohne die lateinischen Bitten, welche unter den Reliefs zu lesen waren. Der Teil der Rückwand, die ehemals hinter der Figurengruppe war, bildet nun die Rückwand der Gnadenpietà in derselben Kirche. [Altar der Gnadenpietà 1931] 2002 wurden die Reliefs vom Holzwurmbefall befreit, 2003 wurden sie gefestigt, gereinigt und geringfügig retuschiert.
Literatur
Werkskorrespondenz; - Werkkartei; - Fotos NL: Album I/97-111; - B.: In: Bayer. Kurier 173 (22.4.1926); - Doering, O.: Ein neues Werk von Prof. Gg. Busch. In: Bayer. Kurier 124 (4. 5. 1926); - Ders.: Der neue St. Josephs-Altar in Geseke. In: Westfälisches Volksblatt 152 (1. 6. 1926); - Rothes, W.: Münchner Kunst in Westfalen. In: Bochumer Volkszeitung 105 (7. 5. 1926); - Probst Steimann von Paderborn, Gaukirche: Brief mit Anfrage einer Herz-Jesu-Statue (16. 8. 1926). - Kinderpater Karl: Die Macht des hl. Joseph. In: Monatsblätter der Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria 37/3 (3. 1939), S. 89-91; - Informationen von Pfr. Gerald Häringhaus 2005; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 55, Abb. 71-72.