Geschichte
Das neuromanische Gotteshaus wurde nach Wunsch von Pfarrer Hesse wie eine irische Wehrkirche mit vier Rundtürmen 1898-1906 in neoromanischem Stil etwas außerhalb des Dorfes erbaut. Sie wurde erst 1920 konsekriert. Für die beiden Altäre in den Seitenapsiden schuf Busch jeweils die Figur. Auf dem rechten Altar steht eine hölzerne Replik der thronenden Madonna vom Grabmal Adam Müller-Netscher von Eltville 1904 [s. S7a]. Auf dem linken Seitenaltar steht eine Replik der thronenden Christusfigur vom Bonner Herz-Jesu-Altar 1918 [s. S2a], Architekt Rummel entwarf den steinernen Altartisch und die etwas höhere Predella aus vergoldetem Holz. Der Mittelteil mit Tabernakel tritt etwas hervor, damit die Figur darauf Platz hat. Rummels Entwürfe sind in der Werkkorrespondenz erhalten. 1993 wurden die beiden Figuren gegen Holzwurm behandelt, die Farben möglicherweise „aufgefrischt“. Die thronende Herz-Jesu-Figur von Bonn 1918 wurde auch für den Altar im Vinzentinum in CH Tafers 1919, für Birkenau 1920 und für Geseke St. Cyriakus (heute in der Marienkirche) 1926 in Holz wiederholt. Die thronende Madonna von Eltville 1904 wurde außerdem für Freiburg St. Martin in Kalkstein ausgeführt. Pfarrer Hesse überwies zus. 24 500.- M. im Oktober und November 1922. Im März waren 20 000.-M veranschlagt und genehmigt.
Literatur
Werkkorrespondenz; - Informationen und Fotos von Kirchenvorstand Rainer Pfeifer.