Geschichte
1918 bat Weihbischof Dr. Senger Busch um eine Pietà aus Stein für einen geplanten Kriegergedächtnis-Altar, den die Mutter eines gefallenen Offiziers stiftete. Das Metropolitankapitel war überzeugt, „von Ihnen ein Kunstwerk zu erhalten, das sich würdig an die übrigen Skulpturen unseres Kaiserdomes anreiht, indem es religiöse Empfindung und künstlerischen Ausdruck vereinigt“, schrieb der Weihbischof an den Künstler. Der Altarentwurf von Busch von 1919 [s. S6b2] wurde vorgestellt. Eine Kommission entschied, an dieser Stelle kein neues Kunstwerk zu errichten. 1920 erhielt Busch einen neuen Auftrag für einen Kriegergedächtnisaltar aus Holz an der Stirnseite in der Nagelkapelle. Nach mehreren Entwürfen (Fotos Album II / 121-133) kam Busch zu der ausgeführten Version. Busch passte die Gruppe als breit angelegte Komposition einer Beweinungsgruppe der Stirnwand zwischen den Fenstern an. Das Gipsmodell ist signiert mit 6. 5. 1922. Der Kriegergedächtnisaltar mit der Beweinungsgruppe wurde 1922 aufgestellt. Busch benannte dies Werk "Pietà". Heute steht die Gruppe als Gefallenendenkmal ohne Altartisch auf seinem Sockel, der die Predella des Altares war. Am 25.2.1941 führte Geistl. Rat Heinz Mayer in Bamberg Busch von der Bahn in ein Hotel. Busch schrieb: "Jetzt kann es gleich fest an die Arbeit gehen", an welche, ist unklar.
Literatur
Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Fotos NL: Album II/121-133; - Vier Seiten Skizzen im Skizzenbuch; – Fotos von EOM 1998: zwei Entwürfe zur Pietà, 1919; - Ein neues Werk von Georg Busch. In: CK XIX (1922/23), S. 152 f.; - Rothes, W.: Georg Busch. In: KdV 50 (1923), S. 22, Abb. 20; - Doering, O.: In: Alte und neue Welt 62 (1. Nov. 1927), S. 99 f.; - Gotzes, A. In: Stadt Gottes 52/6 (3. 1929), Text und Abb. S. 259; - Senger: Neue Altäre. In: IV. Bamberger Festschrift zum Mitschülerfest Juli 1929; - Dresslers Kunsthandbuch 1930, S. 143, 21; - Die Katholische Welt 46/8 (8. 1934), S. 287 und Abb.; - Milutzki, W.: Kriegergedächtnis-Altar in der Nagelkapelle. In: Baumgärtel-Fleischmann, R.: Die Altäre des Bamberger Domes von 1012 bis zur Gegenwart. Veröffentlichungen des Diözesanmuseums Bamberg Bd. 4 (1987), S. 334 ff., Abb. 151 u. 152 (H 79 cm unrichtig); - Das gleich große Gipsmodell war in der 49. Auktion v. 24. 10. 2009 im Auktionshaus Schlosser, Bamberg; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 52, Abb. 69.