Geschichte
Die „weiße Madonna“, wie die Figur in Freiburg i.Br., St. Martin an der Rathausgasse, genannt wird, ist eine Replik der Madonna am Grab Adam Müller-Netscher [S7a].in Eltville 1904 ohne deren Retabel. Sie war von Pfarrer Knebel für eine Nische in der Martinskirche in Auftrag gegeben worden. Diese war dunkelblau und sollte mit Sternen bemalt werden. Als Retabel für die Madonna waren Strahlen aus Stein vorgesehen. Die Nische befand sich neben dem linken Seitenaltar. Sie schützte im Krieg die Madonna beim Einsturz des Kirchendaches. Nur der Teil vom Knie abwärts musste nachgestaltet werden, Klebestellen an der Figur deuten auf mehrere Brüche durch Kriegsbeschädigung hin. Die ursprünglich segnenden Finger von Jesus sind anders gestaltet worden. Die "weiße Madonna" steht heute in einer Gebetsecke der gotischen Seitenkapelle, wo sich täglich Beter einfinden. Das Anliegen Buschs, dass die Betrachter seiner Werke zum Beten kommen, erfüllt sich hier. – Ein hl. Kreuzaltar für St. Martin in Freiburg i. Br. war 1919 entworfen, konnte aus finanziellen Gründen aber nicht ausgeführt werden [s. S2].
Literatur
Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Alte Postkarten 1931(Foto E. Baumgartner, J. Velten-Verlag, Karlsruhe Nr. 911) und nach 1945 beschädigt aufgenommen (Foto: Egon Fehrenberg sen.); - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 43, Abb. 48, 183, 210. – Informationen: Pfarrbüro und Egon Fehrenberg jun.