Geschichte
Nach der 1. Fassung, bei der die Arme noch eng an der Brust überkreuz liegen, arbeitete Busch noch 1889 an einer 2. Fassung mit waagrechter gekreuzten Armen. im Januar 1890 war Busch sehr unzufrieden, daher nahm er sich am 13. 2. ein ein anderes lebendes Modell für eine 3. Fassung, an der er bis Mai weiterarbeitete. Der Mitarbeiter Theodor Kronberger stellte im Januar und am 13. 2. 1890 seine bisherigen Arbeiten für Leimform und Gipsabgüsse in Rechnung. - Am 26. 7. 1890 erhielt Busch für die 3. Fassung die große silberne Medaille der Akademie der Bildenden Künste München. Die 3. Fassung der Psyche war 1891, 1894, 1897, 1905 sechsmal ausgestellt. Die lebensgroße prämierte Psyche aus Bronze wurde 1892 verkauft. - Die 30 cm hohe Bronzeplastik auf einem runden, 3 cm hohen Marmorsockel ist ebenso wie ein gleicher schwarz gefasste Gipsabguss und die lebensgroße 1.Fassung in Gips im Familienbesitz erhalten.
Literatur
Werkkartei mit Tagebuchnotizen Buschs; - Einnahmen-/Ausgabenbuch; - Foto NL: Album V; - Die Kunst für alle VI (1890/91), Abb. S. 369; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 36, Abb. 31.
Ikonographie
Die meisten Psyche-Darstellungen seit der Antike gehen auf die Apuleius-Sage zurück; sie zeigen die Psyche oft geflügelt.