Geschichte
Die Errichtung des Denkmals für den von allen Bistumsangehörigen hochverehrten Mann wurde durch deren freiwillige Spenden ermöglicht. Busch notierte 1915: „1913 Entwurf für das Grabmal des Bischofs Martin.“ Aus dem für einen Entwurf des Werkes eröffneten Wettbewerb der DG ging Busch als Sieger mit einem Relief-Epitaph hervor. Doch Busch hatte noch einen zweiten Entwurf eingereicht, der wegen des Materials nicht den Bestimmungen des Wettbewerbs entsprach. Die Jury entschied sich für den zweiten Entwurf (s. Lit.: Trampe in CK X). Am 24. Januar 1916 wurde Bischof Konrad Martins Sarg vor Zeugen aus dem vermauerten Grab im Mittelschiff in die westliche Nische der Engelkapelle überführt, wo nach Renovierung das Grabmal im September 1916 aufgestellt wurde.
Literatur
Werkkartei; -Fotos NL: Album IV/29-45, VII/405-406, 424; - Fotos von EOM 1998: 1. und 2. Entwurf für den Wettbewerb; Trampe, A.: Wettbewerb für ein Denkmal im Paderborner Dom. In: CK, X (1914/15), Beiblatt S. 26; - Paderborn (Preismitteilung des Wettbewerbs). In: Die Kirche XI/3 (3. 1914), S. 75; - Ein Denkmal im Paderborner Dom. In Reichsbote, Berlin (8. 2. 1914) und in Bauwelt, Berlin (19.2.1914); - 2. Jahresbericht des Diözesan-Museums-Vereins der Diözese Paderborn über 1913 und Dr. Fuchs in: 5. Jahresbericht über 1916 (1. 11. 1917), S. 35 ff.; - Staudhamer, S.: In: Jahresmappe der DG (1917), S. 11, Tafel VI; - Doering, O.: Georg Busch. München 1916, S. 73, Abb. 70 und 71; - Westfälisches Volksblatt Paderborn 1916 298/1, S. 3; - Paderborn. In: Kölnische Volkszeitung 57/882 (2. 11. 1916), S. 2; - Hiltz, W. in: Bayer. Kurier (12. 11. 1916); - Doering, O.: Das Denkmal Konrad Martins im Dome zu Paderborn. In: Allgemeine Rundschau München 14/4 (27.1.1917), S. 62; - Ders.: In: Deutscher Hausschatz 43/18, (1917), S. 655 ff.; - - Staudhamer, S. In: 25. Jahresmappe der DG (1917), S. 11, Tafel VI; - Doering, O.: In: Allgemeine Rundschau München 14/ 4 (1917), S. 62; - In CK XVIII/6 (1922) Beiblatt S. 74, Abb. S. 78; -Katalog der DG-Jubiläumsausstellung 1922, S. 8, Nr. 104, Abb. 13; - Rothes, W.: Georg Busch. In: KdV 50 (1923), S. 22; - Münch, R. In: Alte und neue Welt, 71. Jg. (1937), S. 556 ff. und Doering . 62. Jg. (1927), S. 99 m. Abb.; - Zum 50. Todestag des Bekennerbischofs Konrad Martin. In: Bonifatiusblatt 78/4 (1929), S. 91, Abb. S. 89; - Dresslers Kunsthandbuch. Berlin, 1930 II, S. 143: - Münch, R.: In: Alte und neue Welt 71/9 (1937) Nr. 12, S. 556-559, Abb. S. 560; - Stiegemann, Chr.: Die Kapellen am Dom Paderborn. Regensburg 2009, Schnell Kunstführer Nr. 2725, S. 37 f.; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch, S. 50, Abb. 64.
Ikonographie
Bischof Konrad Martin (1812-1879) war einer der gelehrtesten Theologen seiner Zeit. Sein unerschrockenes Auftreten für die Rechte der Kirche verursachte zur Zeit des Kulturkampfes seine Einkerkerung. Nachdem er sich ihr durch die Flucht entzogen hatte, lebte er erst in Holland, dann in Belgien unerkannt 1876 bis zu seinem Tod 1879. Seine Leiche wurde später im Paderborner Dom beigesetzt.