Hll. Heinrich, Kunigunde

Erhalten
Grunddaten
Jahr:
1916
Ort:
Bamberg
Örtlichkeit:
St. Otto
Art:
Figurengruppe, reliefs
Maße:
B 290
Abkürzung:
S2b
Darstellung

Hll. Heinrich, Kunigunde

Beschreibung
"Die beiden Heiligen thronen, lebensgroß dargestellt, nebeneinander. [...] Für den Kopf des Kaisers hat jener der berühmten frühgotischen Statue an der Adamspforte des Bamberger Domes den Leitgedanken hergegeben, das Antlitz der Kaiserin ist frei erfunden und von vergeistigter Schönheit", schrieb Doering 1916 in der Zeitschrift „Die christliche Kunst“ (CK). Der hl. Heinrich hält den Bamberger Dom, die hl. Kunigunde ein Kreuz in Händen. Die Figurengruppe der sitzenden Heiligen ebenso wie die Reliefs erscheinen im polierten rotbraunen Adneter Marmor mit goldenen Kronen, Gewandsäumen und mit goldenem Kreuz. In der rund 80 cm hohen Predella zeigen zwei quadratische Reliefs links und rechts von einer Nische das Feuerwunder der hl. Kunigunde und den Tod des hl. Heinrich, bei dem sich Kunigunde zum liegenden Heinrich herabbeugt. Es sind jeweils weitere Personen abgebildet.
Material
Adneter Marmor
Wissenschaftliche Angaben
Geschichte
Für die 1912/14 in eigenem romanisierendem Stil erbaute Kirche St. Otto in Bamberg schuf Busch eine Figurengruppe und zwei Reliefs. Die Gesamtgestaltung des Altars war vom Architekten Otto Orlando Kurz vorgegeben. Die Figurengruppe Heinrich und Kunigunde war im März 1916 fertig ausgeführt, im Modell lt. Doering bereits 1915 vollendet. Am 25. März 1916 wurde die Figurengruppe aufgestellt. Busch schrieb nachhause: "Wirkung sehr gut".
Literatur
Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Fotos NL: Album I/38-47, VII/108-113; - Doering, O.: Georg Busch, 1916, S. 56; Ders. In: Allgemeine Rundschau 13/21 (27. 5. 1916), S. 381. – Ders.: Werke v. Georg Busch aus den letzten Jahren. In: CK XII/9 (1915/16), Beilage S. 29; - Ders.: Ein neues Werk von Georg Busch. In: CK XIII/9 (1916/17), Beilage S. 46; - Ders.: Georg Busch. In: Deutscher Hausschatz 43/18 (1916/17), S. 655-657; - Staudhamer, S. In: Jahresmappe der Dt. Gesellschaft für christl. Kunst 1917, S. 11; - Ders. In: CK XVIII / 5 (1921/22), S. 74; - Rothes, W.: Georg Busch. In: KdV 50 (1923), S. 18 f. - Doering, O. In: Alte und neue Welt 62 (1927), S. 101; - Mayer H.: Neue Kunstwerke in der St.-Otto-Kirche in Bamberg. In: CK XVI / 7/8 (1929/30), S. 207 f.; - Heberlein, Joh., Stadtpfr.: Die St. Ottokirche und ihre Kunstwerke. In: Bamberger Jahrbuch 1930, S. 56-57; - Dresslers Kunsthandbuch 1930, S. 143; - Alte und neue Welt 71 (9/ 1937), S. 556-559; - Kreitmaier, J., SJ, in: Der Katholik Nr. 10 (7. 3. 1937), S. 7; - Kath. Sonntagsblatt für das Bistum Augsburg, Nr. 17 (6. 5. 1937), S. 268-269; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S.S. 52, Abb. 67 u.209.
Ikonographie
Heinrich II (972-1024), Sohn des Bayernherzogs Heinrich "des Zänkers", heiratete im Jahr 1000 Kunigunde aus Luxemburg und schenkte ihr Bamberg. Beide erhielten im Jahr 1002 die fränkische Königskrone. Das fromme kinderlose Ehepaar begann 1007 mit dem Bau des späteren Domes. Nach dem Tod von Heinrich ging Kunigunde ins Kloster und starb 1033. - Heinrich wurde 1146 heilig gesprochen, Kunigunde 1200.
Weitere Details
Fassung:
z. T. vergoldet
Fotograph:
Roswitha Busch-Hofer
Geo:
Bamberg St. Otto
Bild
Hll. Heinrich, Kunigunde
Standort
Koordinaten: 49.826741, 10.8904338