Geschichte
Busch gestaltete auf Anfrage für den Verband süddt. kath. Arbeitervereine ab Ende Juni bis Juli 1911 eine Büste von Bischof Wilh. Emanuel Freiherr von Ketteler im Jahr des 100. Geburtstags. Die Buchhandlung des Verbandes bot sie 1911 in seinem Katalog an. Ab August 1911 kamen viele Bestellungen von ganz Deutschland. Es wurden lebensgroße für 10.- M. und kleine (H 25 cm) Abgüsse für 5.- M. verkauft, in weiß, in "terrakotta" oder "altmarmor" getönt (1.- M.mehr) oder als Bronzeimitation. In den Jahren 1915, 1927 und 1935 wurden jeweils eine Anzahl von Büsten nachgegossen. Eine "terrakotta" getönte lebensgroße Büste und ein kleiner Abguss sind im Familienbesitz erhalten, eine große in Bronzeimitation auch in Frankfurt a. M.
Literatur
Werkkartei; - Werkkorrespondenz; - Foto NL: Album V/84, VII/512.
Ikonographie
Wilhelm Emanuel Frhr. von Ketteler (1811-1877) studierte zunächst Jura und ging in den preußischen Staatsdienst. Aus Gewissensgründen quittierte er diesen, studierte Theologie und wurde 1844 zum Priester geweiht. Er interessierte sich als „Bauernpastor“ an der Sozialen Frage, war 1848/49 Mitglied der Nationalversammlung, 1871/72 Mitglied im Dt. Reichstag. Mit Windthorst gründete er die Zentrumspartei. 1850 bis 1877 war er Bischof von Mainz. Der „Arbeiterbischof“ wurde 1873 nach einer Predigt, in der er sich gegen Bismarcks Ideen stellte, verhaftet. Er starb 1877 in Burghausen auf der Rückreise von Rom.. Sein Bistum blieb bis 1886 verwaist.