Geschichte
1914 meldete Busch für die 30. Jahresausstellung von Kunstwerken moderner Meister im Künstlerhaus Salzburg die Bronzegruppe "Begräbnis Christi" an (Versicherungswert 6800 M.), sie wurde aus Platzgründen nicht angenommen. Vermutlich war es schon der dritte Guss der Grabtragung Jesu. Karl Busch benannte ihn "Grabtragung Chrsti". Der dritte Guss ist geringfügig kleiner als der erste. Er war 1922 in der Jubiläumsausstellung der DG in der Münchner Residenz ausgestellt (Versicherungswert 150.000 M.). 1929 fertigte Busch Skizzen für einen Marmorsockel an. Es hatte sich jemand als Käufer interessiert und fragte nach dem Preis des Sockels. In den 1930er Jahren war die Grabtragung Jesu in Zeitschriften abgebildet. - Weil diese Plastik im März 1940 mit dem Vermerk „zu verkaufen“ in der Dt. Mädchenzeitung abgebildet war, wurde der evangelische Pastor Riem aus Merseburg darauf aufmerksam, der ein zeitgenössisches Kunstwerk für den altehrwürdigen St. Maximi-Friedhof suchte. Im Dezember 1940 gingen 3500.- RM von ihm bei Busch ein, im Dezember 1941 3000.- RM. Eine Stifterin aus Merseburg brachte das Geld auf. Am 7. Oktober 1941 wurde die Bronzegruppe vor der Kapelle des heutigen Stadtfriedhofs aufgestellt. Im Jahr 2011 konnte die Freiplastik dank weiterer Spender und des Altstadtvereins durch den Metallrestaurator Andreas Gawlik, Halle, restauriert werden. Durch die nahen ehemaligen Leuna-Werke war die Oberfläche angegriffen.
Literatur
Werkkartei; - Fotos NL: Album II/134-139, 174-198, Album V/125 (DG-Ausstellung), VII/215-219, D 210-224; - Doering, O.. In: DG-Jahresmappe 1915, Tafel III, S. 10; - Der Gral 10/8 (1. 5. 1916), S. 407 m. Abb.; - Doering, O.: Georg Busch, München, 1916, S. 42; - Sonnenland 3/19 (o. J.), S. 317; Scheuber, J. In: Der Gral 10/8 (5. 1916), S. 404; - Geitner, A.: Das christliche Grabmal, München 1922, S. 28, Abb. 47; - Katalog der Jubiläumsausstellung DG, 1922, Nr. 96, S. 8, Saal 2; - Rothes, W.: Georg Busch. In: KdV 50 (1923), S. 21; - Alte und neue Welt 62/1 (1927); - Doering, O.: Ein Meisterwerk christlicher Bildnerei. In Die kath. Welt 40/11 (11. 1928), S. 326-328, 2 Abb.; - Birkenbihl, M.: Das Deutsche Grabmal. In: Das Werk 11 (8. 1931), S. 347 f, Abb. S. 345; - Doering, O.: In: Die kath. Welt 46/8 (8. 1934), S. 277-280; - Münch, R. In: Alte und neue Welt 71/12 (9. 1937), S. 556-559 m. Abb.; - Der Feuerreiter 11 (1937), Abb. S. 168a; - Deutsche Mädchenzeitung 72 (3. 1940), Abb. S. 35, Notiz dazu S. 41: „1,82 lang, 72 cm hohe Figuren, verkäufliche Bronzegruppe.“ – Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 118, Abb. 213 u. 214