Grabtragung

Erhalten
Grunddaten
Jahr:
1913
Ort:
Viersen
Örtlichkeit:
Friedhof Löh, 27-687/692 Grab Mengen
Art:
Freiplastik, 1. guss
Maße:
90x210x45
Abkürzung:
S7a
Darstellung

Grabtragung

Beschreibung
Bei der XIV. Kreuzwegstation in München St. Paul betrachtet man die Figurengruppe nur von einer Schauseite. Die zwei Freunde auf der rückwärtigen Seite stehen auf einem Podest, damit man sie sehen kann. Das animierte Busch vermutlich zu der Gestaltung seiner allansichtigen Freiplastik. Alle Personen gehen in eine Richtung. Das herabhängende Tuch stellt für die Träger beiderseits eine Art Rückwand dar. Johannes führt den Leichenzug an, er trägt die Dornenkrone voraus. Vier Frauen gehen trauernd dem Zug hinterher. Maria Kleophae tröstet Maria, die zu ihrem Sohn aufblickt, dahinter gehen Maria Salome und Maria Magdalena.
Material
Bronze
Wissenschaftliche Angaben
Geschichte
Samtfabrikant Mengen, ein Bekannter von Tilmann in Arnsberg, bat Busch um ein Grabmal für ihn und seine Familie. Busch fuhr am 16.8.1912 nach Viersen um den Ort zu besichtigen. Er entwarf ein Grabmal Mengen. Ein Foto zeigt den Entwurf: zwei seitliche Figuren zu einer mittlere Figur hingewendet. Jedoch kam der erste Guss der Grabtragung Jesu auf einem Steinsockel an das Gruftgrab. Busch hatte die Freiplastik ohne Auftrag begonnen und sie Herrn Mengen als Grabplastik angeboten. Die Bronzegruppe „Grabtragung Jesu“ entstand im Jahr 1912 [s. Atelierbild, Monografie 2013, Abb. 1: Entwurf auf dem Bildhauerdrehstuhl]. Busch benannte das Werk „Begräbnis Christi", Karl Busch „Grabtragung Christi“. Gleichzeitig arbeitete Busch an der XIV. Station für den Kreuzweg in München St. Paul [vgl. S3b], die im Mai 1913 aufgestellt wurde.
Literatur
Werkkartei; - Fotos NL: Album II/138-139; - Wolter, F.: Die feierliche Grablegung von Busch. In: Die Kunst für alle XXVIII (1912/13).S. 553; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, Kunstverlag Josef Fink 2013, S. 118, Abb. 213, 214, sowie Abb. 1 (Entwurf). - Kuhn A.: Die Kirche, ihr Bau, ihre Ausstattung, ihre Renovation. Benzinger Brothers, New York 1916, S. 63, Abb. 61; - Vgl. auch die Literatur für den 3. Guss, der 1941 nach Merseburg kam.
Werkzusammenhang
Abgüsse
2. Bronzeguss von 1913, Goldmedaille in der XI. Internationalen Ausstellung in München, erworben von einem Brasilianer, 1920 auf der Weltausstellung in Rio de Janeiro; - 3. Bronzeguss von 1914, ab 1941 in Merseburg, 2011 restauriert.
Weitere Details
Fotograph:
Roswitha Busch-Hofer
Geo:
Viersen Friedhof Löh
Bild
Grabtragung
Standort
Koordinaten: 51.2554987, 6.3965235