Geschichte
1908 schuf Georg Busch einen Brunnen für den Hof des Gymnasiums St. Stephan, Augsburg, dessen bronzene Brunnenfigur die des Knaben Herkules ist. Es ist der kleine Herkulesbrunnen im Gegensatz zu dem großen vor dem Rathaus. Nach dem Krieg notierte Dr. Karl Busch, dass mitten auf der Stirn und unter dem linken Auge zwei Einschüsse (Dullen) sichtbar waren. An derselben Wand über dem kleinen Herkulesbrunnen bildet die Steinskulptur des hl. Josef als Erzieher, der zum Jesusknaben an seiner Seite blickt, das Gegenstück. [s.S4a]
Literatur
Werkkartei; - Foto NL: V/110-115; - Salonblatt 8/40 (4. 10. 1913), S. 1377-1379; - Busch, G.: Selbstbiographie. In: Zils, W. (Hg.): Geistiges und kulturelles München in Selbstbiographien. München, 1913, S. 46; - Ercole bambino. In: Arte cristiana II/8 (15. 8. 1914), S. 228; - Häußler F.: Der kleine Herkules von St. Stephan. In: Stephania 84 (15. 12. 2012), S. 168-172 m. Abb.; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S.49, Abb. 62.
Ikonographie
Herkules erwürgte schon als Kind zwei Schlangen, die ihn zu töten gesandt waren. Herkules ist Vorbild der Unerschrockenheit und Tüchtigkeit, der auch mit dem Schwersten fertig wird.