Hl. Antonius kniend

Erhalten
Grunddaten
Jahr:
1899
Ort:
München
Örtlichkeit:
St. Josef
Art:
Figurengruppe
Maße:
62x35x40
Abkürzung:
S6d
Darstellung

Hl. Antonius kniend

Beschreibung
1899 gestaltete Georg Busch den hl. Antonius kniend, das Jesuskind mit einer Lilie in seinem linken Arm. Dr. Popp sieht einen großen seelischen Ausdruck in dem Werk Buschs: „Sein hl. Antonius hat das überaus schwierige Problem, des Kindleins Erscheinung als Gebetsfrucht glaubwürdig werden zu lassen, vorzüglich gelöst. Die Wärme und Intensität glühenden Gebetes, sein sich Hingeben bis zur ekstatischen Selbstvergessenheit kommt hier ergreifend zum Ausdruck.”
Material
Holz
Wissenschaftliche Angaben
Geschichte
1899 schuf Busch im Auftrag J. K. M. der Prinzessin Ludwig Ferdinand (Prinzessin De la Paz) die Statue des hl. Antonius als Geschenk von J. K. M. Königin Isabella von Spanien für Prinz Adalbert von Bayern in München. Der Verbleib ist unbekannt. Die erste Replik wurde 1900 durch Prinzregent Luitpold vom Bayerischen Staat erworben und als Dauerleihgabe der Pfarrei St. Josef in München überlassen. Sie steht auf dem Opferkasten in der Kirche.
Literatur
Werkkartei; - Fotos NL: Album III/75-77, VII/310, Kleinplastik III/78; - Foto vom EOM: Modell, H 60 cm; - Postkarte schwarz-weiß: Verlag der Ges. f. christl. Kunst Ausstellung u. Verkaufsstelle G.m.b.H., München, Nr. 19; - Lit.: Rothes, W.: Georg Busch. In: KdV 50 (1923), S. 14; - Spahn, Martin: In: Jahresmappe der DG 1901, Tafel 5, S. 12; - Popp: In: Die Kunst für alle/Die Kunst, I, (1899/1900), S. 502 ; - Fludribus: Aus Glaspalast und Sezession: Die Bildhauerei X.; Glaspalast-Katalog 1900: Hl. Antonius, Holz; - Popp, J.: Besprechung der Jahresmappe der DG 1901. In: Kunst 5, S. 424; - Postkarte schwarz-weiß Nr. 19, Serie IIa; Andachtsbild der DG 1901 Nr. 63 farbig, Serie 6; - Doering: Georg Busch. In CK VIII/6 (1921/22), S. 153; - Ders.: Georg Busch (1916), S. 60, Abb. 59; - Rothes, W.: G.B.: In: KdV 50 (1923), S. 14, Abb. 4; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 120, Abb. 220.
Ikonographie
Der Mönch Antonius von Padua, geb. um 1195 in Lissabon, gest. 1231 in Arcella, heute Stadtteil von Padua. Er wurde zum Kirchenlehrer erhoben.
Werkzusammenhang
Repliken
Weitere Repliken: Lebensgroß (H 117 cm) wurde dieses Motiv 1902 als Stiftung von Prinzregent Luitpold in der Kirche St. Michael zu Homburg-Saar aufgestellt, wo sie in einer Nische steht. 3.) 1910 verkaufte die DG eine Figur des hl. Antonius an Hr. August Senking, Hildesheim. 4.) Eine im Jahr 2000 in Bad Tölz antiquarisch gekaufte Replik von der Skulptur steht seit 2006 in der katholisch-orthodoxen Pfarrkirche in Craciunelu de Jos (Diözese Blaj) im Kreis Alba, Rumänien. Möglicherweise gibt es noch weitere Repliken.
Abgüsse
Als Kleinkunst wurde die Figur in zwei Größen in Gips (42 und 15 cm, polychromiert) und in Porzellan vervielfältigt. Der Sockel ist dabei barock gestaltet.
Weitere Details
Fassung:
farblos lasiert
Fotograph:
Roswitha Busch-Hofer
Geo:
München St. Josef
Bild
Hl. Antonius  kniend
Standort
Koordinaten: 48.1554751, 11.5673028