Geschichte
Am 28. 7. 1886 stellte Theodor Kronberger eine Rechnung über „1 Büstchen Papst Leo über Ton geformt und gezogen 3.-, aus Leimform 13 Abgüsse 18.50“. Bereits 1886 waren also ein Tonmodell und Gipsabgüsse fertig. Da am Rücken der Büste die Signatur: „Georg Busch, Sc 87“ steht, kann Busch das Tonmodell 1887 verbessert haben. Am 5. 2. 1888 stellte Theodor Kronberger eine Rechnung über „Leimform und 40 Abgüsse, Postament nach Zeichnung und Consol gezogen, davon Stückformen, 8 Postamente und 14 Consolen“ und eine weitere über „30 Büstchen vom Papst“. Kronberger modellierte also das Postament nach Buschs Zeichnung. Viele interessierten sich für die Büste, manchen war sie zu klein. Die Büste war in der permanenten Kunstgewerbeausstellung ausgestellt. Busch listete in seinem Einnahmen- /Ausgabenbuch 1889-1898 auf eigenem Blatt 17 verkaufte und 17 verschenkte Büsten auf. - Es ist bis 2020 kein einziges existierendes Exemplar bekannt geworden. 1903 stellte er eine Papst-Büste im Klerikalseminar Freising auf, gleichzeitig mit seiner Steinfigur des hl. Michael.
Literatur
Werkkartei; - Einnahmen-/Ausgabenbuch; - Fotos NL: D 291-293; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 122, Abb. 225.
Ikonographie
Papst Leo XIII (1810-1903, Papst ab 1878) ist als politischer Papst in die Geschichte eingegangen. Wegen seiner Anteilnahme an sozialen Fragen wurde er der "Arbeiterpapst" benannt.