Hll. Augustinus und Monika

Zerstört
Grunddaten
Jahr:
1898
Ort:
Würzburg
Örtlichkeit:
Augustinerkirche
Abkürzung:
S6d
Darstellung

Hll. Augustinus und Monika

Beschreibung
Die hll. Augustinus und Monika sitzen nebeneinander auf einer Bank. Augustinus (rechts), ein Buch auf den Knien, blickt sinnend nach oben, Monika betet mit gefalteten Händen. "Die 2. Fassung von 1898 für die Augustinerkirche Würzburg unterscheidet sich von der ersten durch etwas schlankere Verhältnisse der Figuren, schärfere, noch mehr durchgeistigte Ausprägung der Gesichter", bemerkt Doering 1916. Monika trägt statt des Schleiers ein Häubchen. Ihr Blick ist wie bei der 1. Fassung nach oben gerichtet. Die Figurengruppe steht vor einem gotisch verziertem Rahmen.
Material
Holz
Wissenschaftliche Angaben
Geschichte
Die 2. Fassung erwarb der bayerische Staat für die Augustinerkirche in Würzburg. in der Ausstellung 1898 im Glaspalast München, war also kein Auftrag. Mitarbeiter war Chr. Winker. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg mitsamt der Kirche zerstört. - Die 1. Fassung mit einfachem Schleier Monikas wurde 1896 ohne Rahmen für einen Blendbogen in der neugotischen Kirche St. Magdalena in Straßburg geschaffen. Sie ist noch erhalten. - Laut Karl Busch war eine 3. Fassung mit 2. Rahmen 1901 in Dresden ausgestellt.
Literatur
Werkkartei; - Busch, G.: Liste zu Verlobungsalbum 1902; - Fotos NL: Album III/86-87 Vorarbeiten, III/143 Entwurf, III/145 u. VII/325 1. Fassung, III/144 2. Fassung, mit 1. Rahmen 146, VII/327, mit 2. Rahmen 147, VII/326; - Postkarte DG farbig 60/VI, schwarz-weiß 9/2, Bildchen farbig 10a/1a, schwarz-weiß 10/1; - DG-Jahresmappe 1901 Tafel VI, Commissionsverlag der GmbH; - Notiz von Karl Busch 1957; -. Straßburg, St. Magdalenenkirche. In: 3. Bericht der DG (1895-96), S. 23; - Pecht, F.: Die Münchner Jahresausstellung im Glaspalast. In: Kunst für alle XIV (1898/99), S. 24; - (ohne Autor): Die neueste religiöse Kunst in Münchner Ausstellungen und Kirchen. In: Historische Politische Blätter CXXII (1898), LXXII, S. 818; - Die religiöse Kunst in den diesjährigen Ausstellungen. In: Evangelisches Gemeindeblatt 10 (1898), S. 144; - Spahn, M. In: Jahresmappe der DG 1901, Tafel VI, S. 18; - Herders Conversationslexikon Bd. I, Tafel I, 6 (1902), Bd. II Spalte 378 f. (1903); - Staatsankäufe auf der großen Berliner Kunstausstellung, Skulpturen. In: Die Kunst 5 (1902), S. 478; - Hertling, G. Frhr. v.: Weltgeschichte in Karakterbildern (Mainz 1902), S. 54, Abb. 26; - Egger, A.: Der hl. Augustin (Kösel 1904), Abb. S. 130; Doering, O.: Georg Busch. In: CK VIII/6 (1911/12), S. 148; - Hertling, Gg. Frhr. von: Die Bekenntnisse des hl. Augustinus. Buch 9, Kap. 10: Unterredung in Ostia. Freiburg: Herder, 1905, 7. Aufl. 1913: Titelbild „G. Busch sc.“ mit Blumenrahmen halbrund; - Doering, O.: Arte cristiana II/8 (15. 8. 1914), S. 228; - Ders.: In: Sonnenland (15. 9. 1914), S. 304; - Ders.: Georg Busch. München 1916, S. 59 f.; - Scheuber, J.: In: Der Gral 10/8 (1916), S. 402; - In: CK XIV (1917/18), S. 123. 2. Fassung. - Rothes, W.: Georg Busch. In KdV 50 (1923), S. 18, Abb. 12; - Velhagen u. Klasing (1926), Kunstblatt vor S. 1. Die Kath. Welt 40/8 (1928), S. 229; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg 2013, Abb. 197.
Ikonographie
Augustinus (354-430) wurde durch das Gebet seiner Mutter Monika 386 zum Christentum bekehrt. Er war Lehrer in Rhetorik in Tagaste, Karthago, Rom und Mailand. 387 wurde er von Ambrolius getauft und war ab 395 Bischof von Hippo Regius in Nordafrika.
Werkzusammenhang
Repliken
Eine 3. Fassung mit geändertem Rahmen wurde 1902 vom preußischen Staat für die (Alte) Nationalgalerie erworben. Hierbei blickt die hl. Monika weniger stark nach oben. 1925 kam davon eine Replik an Hr. Senking, Hildesheim, und 1929 eine über Pfr. Thyreissen nach Krefeld-Bockum.
Weitere Details
Fassung:
polychrom
Fotograph:
aus dem Nachlass
Geo:
Würzburg Augustinerkirche
Bild
Hll. Augustinus und Monika
Standort
Koordinaten: 49.7961061, 9.9313399